#outofthedark - Freiburgs Bandszene bekommt mit der Karlsruherstraße 52 ein neues Zuhause


Die Überraschung ist gelungen: Bereits gestern am 7.12.2020 klingelte es in der Multicore-WhatsApp Gruppe: „Multicore the best! Glückwunsch zum Probezentrum.“ Die ersten Glückwünsche zum vorgezogenen Beschluss kamen von den in der Gruppe vertretenen Stadträt*innen selbst. Darauf waren Vorstand und Mitglieder, welche eigentlich gerne der Debatte und dem (hoffentlich) Beschluss heute beigewohnt hätten, nicht vorbereitet. Dann flogen die Emojis und Glückwünsche nur so durch die Gruppe. Ein guter Meilenstein war einen Tag früher als erwartet erreicht.

Jetzt gilt es noch die Haushaltsberatungen abzuwarten, dass dort der dringend benötigte Betriebskostenzuschuss ebenfalls eine Mehrheit findet. Die Stadträt*innen signalisierten uns in den Vorgesprächen, dass diese Anpassung auch kommen werde. Das Vertrauen von Vereinsseite ist jedenfalls da.

Die Zusammenarbeit von Verein, Kulturamt, Popsupport Freiburg und Architekturbüro zur Entwicklung des Raum- und Nutzungskonzeptes verlief zuletzt nahezu reibungslos. Unsere Ideen wurden aufgegriffen und im Entwurf nahezu vollständig umgesetzt. Dafür möchten wir uns ebenfalls bedanken.


Franck Mitaine (Erster Vorsitzender): „Nach über zweieinhalb Jahren intensiver Arbeit ist es gelungen, die Entscheidungsträger*innen von einem wichtigen Projekt zu überzeugen, das Multicore für die Freiburger Musikszene entwickelt hat. Vielen herzlichen Dank für das Vertrauen! In der Karlsruherstraße können wir demnächst auf über 600m² den Musikschaffenden dringend benötigte Proberäume, ein Sharing-Studio und Workshopräume anbieten. Ein wichtiger Schritt in eine gute Richtung. “


Markus Schillberg (Schriftführer/Mitglied im Vorstand): "‘Ist das jetzt die „kleine Lösung“ der Musikzentrale?‘, wurde ich zuletzt immer wieder gefragt. Nein, denn ‚die Lösung‘ für Freiburgs Defizit popkultureller Infrastruktur kann der Keller in der KA52 allein nicht sein. Dafür ist der Bedarf schlichtweg zu groß. Ich erinnere an die ca. 75 Proberäume, die allein durch die Bebauung am Güterbahnhof wegfielen. Dennoch ist das heute ein Tag zum Feiern. Stadtverwaltung und Gemeinderat haben mit dem gestrigen Beschluss ein in diesen Zeiten nicht selbstverständliches Signal nicht zuletzt der Wertschätzung für die Belange der Popularmusik gesetzt. Viele Vorhaben der Stadt sind aufgrund der Pandemie verschoben, ausgesetzt oder gar gecancelt worden. In diesen Zeiten einen Millionenbetrag in die Popularkultur zu investieren, ist schlichtweg keine Selbstverständlichkeit. Wir freuen uns, dass wir gehört wurden. Ein großes Lob möchte ich zudem Franck aussprechen, dessen konkrete Ideen zu Raumzuschnitt und Nutzung nun nahezu 1:1 umgesetzt werden sollen. Bravo."


Deborah Ewert (Kassenwärtin/Mitglied Vorstand): "Ein wichtiger Tag für den Verein. Sollten der Betriebskostenzuschuss entsprechend der angemeldeten Bedarfe im Haushalt angepasst werden und die Proberäume tatsächlich bereits 2021 an den Start gehen, werden wir zusehen, dass sich die Vielfalt der bunten Freiburger Musiker*innen- und Bandlandschaft auch in unseren Räumlichkeiten widerspiegelt. Für die Belegung der Räume werden wir darauf achten, dass gerade weibliche* Musiker*innen und Bands besondere Berücksichtigung erfahren.“